Energieautark wohnen
19. Juli 2017

Energieautark wohnen

von: Martin Sinzig

Der Trend zu dezentraler Energieproduktion, kombiniert mit neuen Speichertechnologien, bereitet den Weg zu nachhaltigen Wohnkonzepten. In diese Richtung stösst das Projekt der Stadtwerke Herne im norddeutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen.  

Geplant wird der Bau einer klimafreundlichen und autofreien Siedlung mit innovativem Energiekonzept: Entstehen sollen sieben freistehende Einfamilienhäuser, die weitgehend energieautark sind. Noch in diesem Jahr wird die Baugenehmigung erwartet. Anfang 2018 soll der erste Spatenstich erfolgen.

Ob Heizung, Strom oder Warmwasser – die Häuser sollen die benötigte Energie aus regenerativen Quellen fast komplett selbst produzieren. Eine große Photovoltaikanlage auf jedem Dach und ein Batteriespeicher sind die Grundlage dafür. Geothermie- und Luft-Wärmepumpen werden damit kombiniert. So entstehen unterschiedliche Energiekonzepte, die von Smart-Tec, dem Wärmemarkt-Angebot der Stadtwerke, entwickelt werden. Smart-Tec liefert auch die Technik und stellt den reibungslosen Betrieb sicher.

Kernstück des Projekts ist ein neuartiger Stromspeichertyp, die sogenannte Redox-Flow-Batterie. Sie hat nur äußerst geringe Energieverluste und kann quasi unbegrenzt oft wieder aufgeladen werden. „Dieses Konzept ist deutschlandweit einmalig“, weiß Stephan Becker, der bei den Stadtwerken für das Projekt zuständig ist. Dieses wird auch wissenschaftlich begleitet.

(Quelle: Stadtwerke Herne)