Solarstrom setzt sich durch
23. August 2017

Solarstrom setzt sich durch

von: Martin Sinzig

Für sechs Mehrfamilienhäuser mit Baujahr 1958 wurden drei Sanierungsvarianten diskutiert. Die Wohnbaugenossenschaft Neuhaus hat die umfassendste ausgewählt. Sie setzt vor allem auf wärmedämmende Massnahmen und auf Photovoltaik. Das Investitionsvolumen von 2,4 Millionen Franken beruht auf einer Variante aus dem GEAK Plus mit Beratungsbericht.

Durch die Dämmung der Aussenhülle, der Kellerdecke sowie durch den Ersatz von Fenstern benötigen die Mehrfamilienhäuser insgesamt dreimal weniger Heizenergie, berichten die ee-news.ch. Konkret wurde für die Gebäudehülle ein Neubaustandard erreicht.

Ein zweiter Investitionsschwerpunkt war die Solarenergie. Die sanierten Dächer wurden mit Photovoltaikanlagen bestückt, die insgesamt 135'000 Kilowattstunden Strom im Jahr produzieren sollen. Da der Energielieferant den überschüssigen Strom nur zu sehr tiefen Abnahmepreisen übernehmen kann, suchten Fachleute eine Eigenverbrauchslösung.

Geplant ist, den Strom direkt an die Bewohner zu verkaufen. Im Gebäude mit der zentralen Heizung, wurde ein 500-Liter-Boiler eingebaut, der das Brauchwasser auf bis zu 60 Grad vorwärmt. Damit wird der Solarstrom, der nicht direkt im Haus gebraucht wird, verwertet. In einem Mehrfamilienhaus soll zudem ein Batteriespeicher eingebaut werden, um damit Erfahrungen zu sammeln. Erreichten die Mehrfamilienhäuser bei der GEAK-Bewertung im Bereich „Effizienz Gesamt“ vor der Sanierung noch die Klasse D, stiegen sie nun in die beste Klasse A auf.

(Quelle: ee-news.ch)