PV-Einspeisespitzen fair begrenzen
Der PV Zubau beschleunigt sich. Das ist gut für die Energiezukunft, erhöht aber den Druck auf viele Verteilnetze. Besonders anspruchsvoll sind nicht die Jahresmengen, sondern einzelne Einspeisespitzen. Sie belasten Netzkapazitäten, erschweren Anschlussbeurteilungen und führen intern zu immer mehr Abstimmungsbedarf.
Viele EVU wissen, dass PV Flexibilität helfen kann. Was oft fehlt, ist ein klares Produktmodell: Welche Anlagen sollen angesprochen werden? Welche Einspeiselimits sind sinnvoll? Wie hoch ist eine faire Entschädigung? Und wie lässt sich das so erklären, dass Kund:innen den Nutzen verstehen?
Genau hier setzt NetFlex PV von abonax an.
Wir entwickeln gemeinsam mit deinem EVU ein eigenes PV Flex Produkt. Datenbasiert, verständlich und passend zum jeweiligen Werk. Aus bestehenden PV Anlagen, Einspeise- und Lastdaten entsteht ein konkretes Angebot, das unter der Marke des EVU kommuniziert werden kann.
Warum das Thema jetzt relevant wird
Mit dem neuen Stromgesetz entsteht schon ab diesem Jahr zusätzlicher Handlungsbedarf. PV Anlagen können netzdienlich begrenzt werden. Neue Anlagen dürfen auf 70 Prozent der installierten DC Leistung am Netzanschlusspunkt bzw. bis zu 3 Prozent der Jahresproduktion ohne Entschädigung abgeregelt werden .
Für EVU entsteht damit eine wichtige Aufgabe: Die gesetzliche Standardregelung, mögliche freiwillige Regulierungsprodukte (Flexibilität) und eine faire Kundenkommunikation müssen sauber voneinander abgegrenzt werden.
Ein rein technischer Blick reicht dafür nicht. Es braucht ein Modell, das Netzsicht, Kundensicht, Vergütung, Prozesse und Kommunikation zusammenbringt.
Was NetFlex PV liefert
In vier kompakten Workshops entwickeln wir mit euch ein NetFlex-PV-Produkt, das zu eurem Werk und euren Kund:innen passt.
Schritt 1: Zielbild und Ausgangslage
Wir klären Netzkontext, Zielgruppen, interne Rahmenbedingungen und den gewünschten Produkteinsatz.
Schritt 2: Daten und Benchmark
Wir analysieren PV Anlagenstruktur, Einspeiseleistung, Lastdaten und Flexpotenziale. Zusätzlich vergleichen wir bestehende Modelle anderer Werke.
Schritt 3: Produktlogik und Vergütung
Wir entwickeln passende Anlagenkategorien, prüfen sinnvolle Einspeiselimits wie 50, 60 oder 70 Prozent und leiten eine faire Vergütungslogik ab.
Schritt 4: Kommuni-kation und Umsetzung
Wir erarbeiten Nutzenargumentation, FAQ, Textbausteine, offene Punkte und die nächsten Schritte für die Einführung.
Am Ende steht keine lose Analyse, sondern eine konkrete Entscheidungsgrundlage. Das EVU erhält unter anderem einen Produktvorschlag mit Kategorien, Annahmen, Vergütungsbandbreiten und Umsetzungsinstrumente wie Vertrag, FAQ, usw. an die Hand
Was EVU davon haben
NetFlex PV hilft, aus technischen Daten ein kundenfähiges Produkt zu machen. Er schafft Klarheit darüber, wo Flexibilität sinnvoll ist, wie sie vergütet werden kann und wie das Thema verständlich kommuniziert wird.
Das reduziert interne Schleifen zwischen Bewilligungsprozess, Netz, Markt, Tarifen, Kundenservice und Kommunikation. Gleichzeitig entsteht eine Grundlage für Pilotierung, Produktfreigabe, Budgetierung und spätere Umsetzung.
PV Flexibilität ersetzt den Netzausbau nicht automatisch. Sie kann aber helfen, Spitzen gezielter zu reduzieren, Investitionen besser zu planen und Kund:innen frühzeitig mit einem fairen Angebot einzubinden.
Für wen ist NetFlex PV geeignet?
Das Angebot richtet sich an kleine und mittlere EVU, Stadtwerke und regionale Verteilnetzbetreiber. Besonders hilfreich ist es dort, wo erste Netzfragen auftauchen, aber keine Kapazität für ein grosses internes Produktentwicklungsprojekt vorhanden ist.
abonax verbindet dafür Fachlogik, Datenanalyse, Produktentwicklung und Kommunikation. Damit aus PV Spitzen kein Dauerproblem wird, sondern ein verständliches Produkt mit Wirkung.
Bereit für dein eigenes NetFlex PV Produkt?
Mit NetFlex PV machen wir den Weg dahin einfach und konkret. Vereinbare jetzt einen Termin mit Flavio.
FAQ
EVU können PV Einspeisespitzen reduzieren, indem sie die maximale Einspeiseleistung bestimmter Photovoltaikanlagen begrenzen oder über ein freiwilliges PV Flex Produkt steuern. Dabei stellen Anlagenbetreiber:innen dem EVU Flexibilität zur Verfügung, zum Beispiel durch ein definiertes Einspeiselimit am Netzanschlusspunkt. So lassen sich Spitzen im Netz gezielter reduzieren, ohne den PV Ausbau grundsätzlich zu bremsen.
PV Einspeisebegrenzung bedeutet, dass eine Photovoltaikanlage nicht jederzeit ihre volle Leistung ins Netz einspeist. Für EVU kann das helfen, Netzkapazitäten besser zu nutzen und Spitzenbelastungen zu reduzieren. Für Anlagenbetreiber ist wichtig, dass die Regelung verständlich, fair und wirtschaftlich nachvollziehbar ist. Deshalb braucht es klare Produktbedingungen, eine saubere Vergütungslogik und eine gute Kommunikation.
Eine freiwillige PV Regulierung ist sinnvoll, wenn Einspeisespitzen im Netz zunehmen und technische oder wirtschaftliche Alternativen zum sofortigen Netzausbau geprüft werden sollen. Sie eignet sich besonders dort, wo einzelne Spitzen hohe Netzbelastungen verursachen, obwohl die gesamte Jahresproduktion nicht das Hauptproblem ist. Entscheidend ist, dass das EVU die Wirkung anhand eigener PV Anlagen, Einspeiseprofile und Lastdaten prüft.
Eine faire Vergütung sollte den Wert der bereitgestellten Flexibilität und die Wirkung für Anlagenbetreiber berücksichtigen. Dafür werden typischerweise Einspeiselimits, mögliche Mindereinnahmen, Anlagenkategorien, Rückliefertarife und externe Benchmarks betrachtet. So entsteht eine Vergütungsbandbreite, die aus Kundensicht nachvollziehbar und aus Netzsicht wirtschaftlich vertretbar ist.
Die angemessene Vergütung hängt vom konkreten Netzgebiet, den Anlagenstrukturen, den Einspeiseprofilen, dem gewählten Einspeiselimit und den Rückliefertarifen ab. . Wichtig ist, keine pauschalen Werte zu übernehmen, sondern die Entschädigung werksspezifisch herzuleiten.
Die 70 Prozent Regel beschreibt eine mögliche dauerhafte Begrenzung neuer PV Anlagen auf 70 Prozent der installierten DC Leistung am Netzanschlusspunkt. Für EVU entsteht dadurch die Aufgabe, diese gesetzliche Standardlogik zu definieren, umsetzen und sauber von freiwilligen weitergehenden PV Flex Produkten abzugrenzen und verständlich zu kommunizieren.
Die 3 Prozent Abregelung bedeutet, dass ein Teil der Jahresproduktion einer PV Anlage ohne Entschädigung netzdienlich abgeregelt werden kann. Für EVU ist wichtig, diese Möglichkeit nicht mit freiwilligen Regulierungs-Produkten zu vermischen. Kunden müssen klar verstehen, welche Regel gesetzlich vorgesehen ist und wann sie für zusätzliche Flexibilität eine Vergütung erhalten.
Gesetzliche Abregelung basiert auf regulatorischen Vorgaben und kann unter bestimmten Bedingungen ohne zusätzliche Entschädigung erfolgen. Ein freiwilliges PV Flex Produkt geht darüber hinaus. Anlagenbetreiber entscheiden sich bewusst für ein definiertes Einspeiselimit oder eine zusätzliche Flexibilitätsleistung und erhalten dafür je nach Modell eine Vergütung. Diese Abgrenzung ist wichtig für Akzeptanz, Vertrag, Abrechnung und Kommunikation.
Ein EVU braucht idealerweise PV Anlagenlisten, installierte Leistungen, Einspeiseprofile, Lastgänge, Rückliefertarife, Tarifinformationen und Angaben zum Eigenverbrauch. Auch Smart Meter Daten und Informationen zu Anlagenkategorien können wertvoll sein. Sind nicht alle Daten vollständig vorhanden, können Annahmen und Benchmarks helfen, erste Varianten zu entwickeln.
Aus Einspeisedaten wird ein Kundenprodukt, indem die technischen Daten in eine verständliche Produktlogik übersetzt werden. Dazu gehören passende Anlagenkategorien, sinnvolle Einspeiselimits, eine faire Vergütung, klare Teilnahmebedingungen und eine einfache Kundenkommunikation. Genau hier unterstützt abonax mit dem PV Flex Check.
Ob 50, 60 oder 70 Prozent sinnvoll sind, hängt vom Ziel des EVU ab. Ein höheres Einspeiselimit ist für Kunden oft leichter akzeptierbar, bringt aber weniger netzdienliche Wirkung. Ein tieferes Limit kann mehr Netzspitzen reduzieren, braucht aber eine besonders gute Vergütungs- und Kommunikationslogik. Deshalb sollten verschiedene Varianten anhand der eigenen Daten verglichen werden.