Grüne Power für Bier und Schokoriegel
02. März 2018

Grüne Power für Bier und Schokoriegel

von: Martin Sinzig

Pizza, Cornflackes, Mineralwasser und Schokolade «powered by wind», so könnte es heissen, wenn der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern Nestlé seinen Weg in Richtung nachhaltiger Produktion fortsetzt. Konkret sollen fünf Produktionsstätten in Pennsylvania in den USA künftig mit Windenergie betrieben werden. Ein Stromabnahmevertrag zwischen EDP Renewables und Nestlé sieht vor, dass der Meadow Lake VI-Windpark die 50 Megawatt seiner Leistung für die kommenden 15 Jahre an die Produktionsstätten liefert, die damit zu 80 Prozent mit Grünstrom versorgt werden. 

„Unsere Partnerschaft mit EDP Renewables treibt uns in unserem Bestreben voran, bis 2030 keine Umweltbelastungen zu verursachen, und ist ein weiteres Beispiel für unseren Weg der geschäftlichen Transformation“, sagt Kevin Petrie, Chief Supply Chain Officer bei Nestlé USA. „Dieser Stromabnahmevertrag ist ein perfektes Beispiel für unsere Strategie der gemeinsamen Wertschöpfung: Wir schaffen Wert für unser Unternehmen, indem wir zu einer gesünderen Zukunft für den Planeten beitragen.“

Ähnliches gilt für den weltweit zweitgrößten Brauereikonzern Heineken. In den Niederlanden wurde ein Programm mit dem Namen „Drop the C“ vorgestellt. Dahinter verbirgt sich die Idee, weniger CO2-Emissionen bei der Bierherstellung zu verursachen, also quasi das C aus CO2 abzubauen, sodass nur noch O2 (Sauerstoff) übrig bleibt, wie der Konzern in einer Pressemitteilung erklärt.

Bis 2030 soll der Anteil an erneuerbaren Energien in der Produktion von derzeit 14 auf 70 Prozent ausgebaut werden. Dazu setzt man vor allem auf erneuerbare Wärmeenergie und Strom. Jean-François van Boxmeer, Vorsitzender des Vorstands/CEO von Heineken, erklärt, warum der Zeitpunkt dafür nun gekommen ist: „Bei all den guten Fortschritten, die wir bei der Reduzierung unserer CO2-Emissionen gemacht haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, uns neue Ziele zu setzen. Wenn ich unsere Brauereien besuche, möchte ich sehen, dass wir mit echter grüner Energie brauen und dass wir unsere Reduktionsziele nicht durch den Kauf von entbündelten Zertifikaten erreichen.“

(Quellen: Nestlé, Heineken, windmesse.de)