Für einheimische Energien
11. Juni 2018

Für einheimische Energien

von: Martin Sinzig

Die Schweizer Bevölkerung ist umweltbewusst und hat auch sonst zum Thema saubere Energie klare Ansichten: Fast 90 Prozent der Befragten bevorzugen einheimische Stromerzeugung anstelle von Importen. Dies stimmt überein mit der Energiestrategie 2050 des Bundes, die sich unter anderem den systematischen Aufbau einheimischer erneuerbarer Energiequellen als Ziel gesetzt hat.

Das "Kundenbarometer erneuerbare Energien", das zum achten Mal von der Universität St. Gallen erfasst wurde, zeigt aber auch Wissenslücken. Trotz der breiten Diskussion über die Energiestrategie 2050 im vergangenen Jahr lässt das energiebezogene Wissen der Verbraucher weiterhin zu wünschen übrig. Nur 7 Prozent der Befragten wissen, dass 75 Prozent des Schweizer Energiebedarfs (Wärme, Strom und Treibstoffe) durch Importe gedeckt werden, während die Mehrheit die Auslandsabhängigkeit der Schweiz deutlich unterschätzt. Der Wissensstand zu diesem Thema ist gegenüber dem Vorjahr um drei Prozentpunkte gestiegen.

Bei der repräsentativen Umfrage wurden rund 1'000 Schweizerinnen und Schweizer aus der Deutsch- und Westschweiz im Alter von 15 bis 74 Jahren über ihre Einstellung zu erneuerbaren Energien befragt (also Energie geschöpft aus nachhaltigen Quellen wie Wasserkraft, Windenergie, Sonnenenergie, Biomasse und Erdwärme).

(Quelle: Universität St. Gallen)