Verbraucher wissen zuwenig
09. August 2018

Verbraucher wissen zuwenig

von: Martin Sinzig

Schweizer Stromkonsumentinnen und -konsumenten seien bereit, einen Aufpreis für ökologisch hergestellten Strom zu bezahlen. Doch diesem Bewusstsein stünden einige Wechselbarrieren entgegen, schreibt die Ökostromanbieterin Fairpower. Der grossen Mehrheit sei zum Beispiel nicht bekannt, dass jeder die Stromquellen bestimmen kann, zum Beispiel durch den Kauf einer sogenannten Herkunftsgarantie von einem Drittanbieter.

Eine Online-Umfrage, die im Rahmen einer Bachelorarbeit an der ZHAW School of Management and Law durchgeführt wurde zeigt laut Fairpower, dass vor allem sogenannte Konsum-Pioniere (9 %), Personen, die sich aktiv mit Stromprodukten auseinandersetzen, für einen Wechsel zu Ökostrom bereit sind. Die Mehrheit der Stromkunden müsse den Umgang mit Stromprodukten erst lernen, weshalb ein gewisses Mass an Aufklärungsarbeit durch die Anbieter unumgänglich sei.

25 % der Umfrageteilnehmer geben an, dass sie kein Interesse an Ökostromprodukten haben. Unter dieser tiefen Motivation leidet der Wissensstand der Konsumenten. Beispielsweise wissen nur die wenigsten über den aktuellen Schweizer Strommix (34 %) oder den pro-Kopf Stromkonsum (28 %) Bescheid. Darüber hinaus kennt nur die Hälfte (51 %) aller Befragten ihren Stromversorger und lediglich 25 % der Befragten wissen, welches Stromprodukt sie beziehen. Ebenso scheinen Herkunftsnachweise (HKN) und Ökostromzertifikate weitgehend unbekannt zu sein.

(Quelle. www.fairpower.ch)