Die Energiestrategie testen
11. September 2018

Die Energiestrategie testen

von: Martin Sinzig

Die basellandschaftliche Gemeinde Anwil steigt vom 10. bis 15. September auf Elektrofahrzeuge um. Damit testet die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL), wie sich die Energiestrategie 2050 in die Praxis umsetzen lässt. Insgesamt wurden 120 Anwiler mit einem Elektro-Fahrzeug ausgestattet, wie die Zeitung "20 Minuten" meldet. Die Gemeinde, die klar Ja zur Energiestrategie 2050 gesagt hatte, wolle zeigen, wie sich diese schon heute im Alltag realisieren lasse, wird der Gemeinde-Vizepräsident Marcel König zitiert.

Die EBL ist der Ansicht, dass mit dem Bevölkerungswachstum auch die Mobilität zunehme. Um den damit verbundenen CO2-Ausstoss zu vermindern, müsse Elektromobilität in Verbindung mit erneuerbaren Energien eingesetzt werden, heisst es. Der Enerögieversorger hat darum mit Partnern und Privatpersonen 100 Elektrofahrzeuge beschafft, vom Personenwagen über den Roller bis zum Müllfahrzeug. Getestet werden soll, wieviel CO2-Emissionen eingespart werden können, wie sich der Alltag verändert und was es für das Stromnetz heisst, wenn viele Fahrzeuge zur gleichen Zeit geladen werden.

Das Experiment hat auch eine spielerische Komponente, so treten zwei Familien gegeneinander an. Getestet werden soll mittels Energiedaten-Management, wie sich der heutige Lebensstil durch neue tTechnologien verändert. Die zwei Haushalte beziehen Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage, und sie werden mit neusten Komponenten wie Batteriespeichern und Ladestationen ausgestattet. Es gewinnt die Familie, die den Energieverbrauch am stärksten senkt.

(Quellen: 20 Minuten, ebl.ch)