Weniger C02, mehr Strom
19. September 2018

Weniger C02, mehr Strom

von: Martin Sinzig

3,8 Tonnen weniger CO2 und 8,5 Prozent mehr Stromverbrauch: Das ist das Ergebnis des einwöchigen Experiments der Baselbieter Gemeinde Anwil. Vom 10. bis 15. September stiegen 142 Anwiler von ihren Benzin- und Dieselfahrzeugen auf ein Elektroauto um. Das Stromnetz sei trotz Lastspitzen stabil geblieben, und die Woche habe ohne nennenwwerte Zwischenfälle und Abschleppdienste geendet, dafür mit 100 Prozent Elektrospass, wie der Energieversorgen EBL meldet.

Die Gemeinde Anwil probte zusammen mit der EBL, wie sich das Energiesystem durch den technologischen Fortschritt in Mobilität und Wohnen verändert. Eingesetzt wurden unter anderem 97 Elektroautos, 25 E-Bikes, fünf E-Motorräder, ein elektrisches Gemeindefahrzeug, ein elektrisches Handerkerfahrzeug und ein elektrischer Müllkipper. Die Fahrinformation wurden über die Woche gesammelt und ausgewertet.

Zusammen wurden gut 27'000 Kilometer zurückgelegt. Umgerechnet auf das ganze Jahr könnten so 880 Tonnen C02 reduziert werden. Abzüglich der Stromkosten würden Treibstoffgebühren für Benzin und Diesel im Umfang von rund 320'000 Franken eingespart. Während der Woche wurde das Stromnetz durch die EBL überwacht und der Verbrauch aufgezeichnet. Registriert wurden kurze Leistungsspitzen von bis zu 100 Prozent. Dennoch blieb das Netz stabil. Die 27 Photovoltaik-Anlagen in Anwil produzierten während der sonnigen Woche soviel Energie wie die Elektromobile verbrauchten.

(Quelle: EBL)