Lokal- statt Spitzenstrom
18. Oktober 2018

Lokal- statt Spitzenstrom

von: Martin Sinzig

505 Photovoltaik-Module sind auf dem Nord- und Süddach der Landi in Schönengrund montiert worden. Die neue Solaranlage verfügt über eine maximale Leistung von 145 Kilowatt. An ertragreichen Tagen dürfte etwa ein Fünftel der Produktion ausreichen, um die im Landi-Gebäude untergebrachten Verkaufsgeschäfte, dazu zählen auch eine Bäckerei und eine Metzgerei, zu versorgen. Der grosse Rest wird übers Netz an nahegelegene Stromverbraucher geliefert.

Mit dieser Auslegung trägt die neue Anlage dazu bei, dass lokal erzeugter Strom lokal verbraucht wird, ganz im Sinne der Energiestrategie 2050. «Vor allem aber kann damit der Einkauf von teurem Spitzenstrom gesenkt werden», erklärt Willi Josuran, technischer Berater der Elektrokorporation Wald-St. Peterzell. Sie investiert rund 200'000 Franken in die neue Solaranlage und steigert damit den Anteil lokal erzeugten Solarstroms auf gut zehn Prozent.

Für Farmenergie, eine auf erneuerbare Energien spezialisierte Abteilung des Landverbands St. Gallen, ist es «die erste grosse Anlage, die im Fremdauftrag gebaut wurde», freut sich Abteilungsleiter Luciano Pedrazzi. «Dank des Engagements aller Partner ist eine gute Lösung entstanden», hält Ivo Koller, Geschäftsführer der Landi Säntis AG, fest. Sie vermietet ihr Dach am Standort Schönengrund für 25 Jahre an die Elektrokorporation und kann damit ihre Betriebskosten senken.