Versorger sollen agieren
28. November 2018

Versorger sollen agieren

von: Martin Sinzig

Der Druck auf die lokalen Energieversorger wächst. Einerseits sollen sie die "Energiewende" umsetzen, ihren Kunden gerecht werden und den digitalen Wandel meistern. Das alles verändert die Basis der bisherigen Wertschöpfung grundlegend. Immer mehr dezentralne Energieerzeungsanlagen und deren schwankende Einspeisung schafft eine Komplexität, die sich nur mit Hilfe digitaler Systeme und einer modernen Infrastruktur bewältigen lasse, sagen Fachleute.

Andererseits ist das Nutzerverhalten in vielen Haushalten immer noch eine "black box". Neue, digitale Services könnten hier Abhilfe schaffen. Erzeugung, Netze und Endkundengeschäft dürften unter Druck geraten.Einen Fehler dürften die Energieversorger auf keinen Fall machen - zu zögerlich agieren, kommentiert Hilmar Franke, Direktor beim Beratungsunternehmen Deloitte, die aktuelle Strommarktstudie 2030.

Die wachsenden Kundenwünsche zu befriedigen ist allerdings nicht einfach. Die Versorger sprechen von aufbrechenden Wertschöpfungs- und erodierenden Branchengrenzen. Daten könnten auch von anderen gesammelt, aufbereitet und analysiert werden, um daraus neue Angebote zu schnüren. Dazu komme, dass die Zusammenarbeit mit neuen Marktteilnehmern zunehmend an Bedeutung gewinne, heisst es beim deutschen Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Beispielsweise umfasse das Thema Elektromobilität mehrere Wertschöpfungsstufen in der Energiewirtschaft, eröffne aber auch eine neue Branche.

(Quelle: cio.de)