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AKW erhalten längere Gnadenfrist


Der Ausstieg aus den Kernkraftwerken sollte ursprünglich bis 2034 vollendet werden. Die Klimakrise und der langsame Ausbau der erneuerbaren Energien ermöglichen der Kernenergie nun ein plötzliches Wiederkommen. Auf einmal reden Bundespolitiker sogar über den Bau neuer Kernkraftwerke Die Energiewende wird gerade von der Realität eingeholt. Die Experten des Bundes planen neuerdings ein Szenario mit 60-jährige Betriebszeiten für AKW. Diese Laufzeit würden bedeuten, dass das letzte Schweizer AKW erst 2044 vom Netz geht.


Hoch erfreut ist man aufseiten der Atomindustrie. So schreibt etwa die Beznau-Betreiberin Axpo «Nimmt man - unter Voraussetzung, dass sie sicher betrieben werden können - eine Laufzeit der Kernkraftwerke von 60 Jahren an, stünden bis 2030 rund 10 Terawattstunden mehr klimafreundlich produzierter Strom zur Verfügung»


Diese längere Frist könnte auch eine Lösung gegen die erwarteten Stromengpässe im Winter sein. Bereits heute ist die Schweiz in den Wintermonaten auf Stromimporte aus den Nachbarländern angewiesen.


(Quelle: NZZ am Sonntag vom 02.06.2019: https://www.abonax.ch/Abonax/News/nzz%20akw%20Gnadenfrist.pdf)